Barrierefreies Internet bezeichnet Web-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt und somit barrierefrei genutzt werden können. Barrierefreiheit schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen, als auch Benutzer mit technischen (z. B. Textbrowser oder PDA) oder altersbedingten Einschränkungen (z. B. Sehschwächen) ein.
Um das Web barrierefreier zu machen, wurde vom W3C die Web Accessibility Initiative (WAI) gegründet. Diese Initiative verabschiedet Standards wie zum Beispiel 1999 die "Web Content Accessibility Guidelines 1.0" (WCAG). Momentan wird an der Version 2.0 der Richtlinien gearbeitet.
Ein komplett barrierefreier Webauftritt – ein Ideal!? Bereits mit geringem Aufwand lassen sich die größten Barrieren beseitigen und Sie erreichen Ihr Ideal schneller, als wenn Sie den Komplett-Umbau lange vor sich her schieben.
Die Startseite, das Impressum, die Kontaktseite sollten vollständig barrierefrei sein und auch die Navigation sollte mit reinen HTML-Links funktionieren.
Viele Menschen nehmen trotz verschiedenster Beein- trächtigungen aktiv am Leben teil. Und dazu gehört, für die Betroffenen mehr noch als für Nichtbehinderte, die Arbeit am Computer. In Deutschland nutzen vier von fünf Menschen mit Behinderungen das World Wide Web. Mit den heute zur Verfügung stehenden Techniken ist es problemlos machbar, diesen Menschen den Zugang zum World Wide Web zu ermöglichen, ohne dass dadurch die Qualität der Seiten für Nichtbehinderte beeinträchtigt wird.
Im Gegenteil: Barrierefreiheit hat einen gravierenden Vorteil. Barrierefreie Seiten können mit großer Zuverlässigkeit mit allen denkbaren Geräten betrachtet werden unabhängig vom benutzten Betriebssystem oder Browser.
Es geht auch nicht darum, vollständig auf Bilder oder multimediale Ergänzungen zu verzichten, sondern diese maßvoll einzusetzen.
So stellen zum Beispiel Grafiken mit fehlendem Alternativtext eine erste Barriere für Blinde dar, und verwehren ihnen so den Zugang zum Inhalt der Seite.
Barrieren können aber auch durchaus rein technischer bedingt sein: JavaScript, Cockies oder Plugins wie Flash können eine unüberwindbare Barriere auch für gesunde Menschen darstellen.
Viele Menschen haben keinen Einfluss auf die Konfiguration ihres Browsers. Zum Teil, weil ihnen das technische Verständnis bzw. die erforderlichen Kenntnisse fehlen. Zum anderen, weil sie in Internet-Cafes oder Firmen gar keinen Zugang zu den Einstellungen bekommen. Wenn zusätzliche Techno- logien wie JavaScript nur dort eingesetzt werden, wo sie zwingend benötigt werden, oder wenn die Inhalte auch mit reinem HTML erreicht werden können, dann werden diese Menschen nicht unnötig ausgesperrt.
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